Nach Angaben des Landesamts für Statistik vom 23. Juli 2026 stieg der Auftragseingang im Thüringer Bauhauptgewerbe in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 26 Prozent auf etwa eine Milliarde Euro. Der Anstieg wurde insbesondere durch eine verbesserte Auftragslage im öffentlichen Bau und im Straßenbau getragen. Gleichzeitig bleibt die wirtschaftliche Lage der Bauwirtschaft angespannt, da insbesondere der Wohnungsbau in den vergangenen Jahren durch eine rückläufige Auftragsentwicklung geprägt war. Trotz gestiegener Auftragseingänge lag der Umsatz des Bauhauptgewerbes bis Ende Mai 2026 noch unter dem Vorjahresniveau. Nach Angaben des Nachrichtensenders ntv vom 23. Juli 2026 verweist die Landesregierung zudem auf ein hohes Investitionsvolumen des Freistaats Thüringen sowie auf zusätzliche Mittel aus dem Sondervermögen des Bundes. Ich frage die Landesregierung:
1. Wie verteilen sich die Auftragseingänge des Thüringer Bauhauptgewerbes in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026 auf die Bereiche Wohnungsbau, Wirtschaftsbau sowie öffentlichen Hoch- und Tiefbau (bitte jeweils absolut und prozentual gegenüber dem Vorjahreszeitraum darstellen)?
2. Welche konkreten Investitionsmaßnahmen des Landes und des Bundes haben nach Kenntnis der Landesregierung maßgeblich zu dem Anstieg der öffentlichen Bauaufträge beigetragen?
3. Welcher Anteil der öffentlichen Auftragseingänge entfällt auf Maßnahmen des Freistaats Thüringen, welcher auf Bundesmaßnahmen und welcher auf kommunale Auftraggeber?
4. Wie bewertet die Landesregierung den Umstand, dass trotz deutlich gestiegener Auftragseingänge die Umsätze des Bauhauptgewerbes weiterhin unter dem Vorjahresniveau liegen?
5. Welche Auswirkungen erwartet die Landesregierung auf die Beschäftigung im Thüringer Bauhauptgewerbe bis zum Jahresende 2026?
6. In welchem Umfang profitieren kleine und mittelständische Bauunternehmen in Thüringen von den zusätzlichen öffentlichen Investitionen gegenüber überregionalen Unternehmen? 7. Welche Auswirkungen haben die gestiegenen öffentlichen Bauaufträge nach Einschätzung der Landesregierung auf die Kapazitäten für den Wohnungsbau?